Mobbing im beruflichen Umfeld

Mobbing-Angriffe erfolgen im beruflichen Umfeld auf verschiedenen Ebenen – auf der sozialen Ebene, auf der Ebene der Kommunikation, gegen die Qualität der Berufs- und Lebenssituation oder auch direkt gegen die Gesundheit des oder der Einzelnen. Ein Beispiel, das im beruflichen Alltag überall vorkommen kann:

Ein Vorgesetzter ist mit den ProjektmitarbeiterInnen überfordert. Eine Kollegin kündigt noch in der Probezeit, weil sie „den Führungsstil des Vorgesetzten nicht ertragen kann“. Nach einem weiteren halben Jahr lässt sich ein Kollege versetzen, weil „die Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten nicht funktioniert“. Die ProjektmitarbeiterInnen verlassen das Projekt der Reihe nach…

Mobbing ist ein Phänomen, dessen Auslöser Neuerungen am Arbeitsplatz sein können. Es ändern sich z. Bsp. gewohnte Abläufe. Entscheidend ist, dass es in Fällen von Mobbing, meistens den Vorgesetzten und/oder MitarbeiterInnen schwierig fällt, Konflikte zu lösen. Ungelöste Konflikte führen oft zur Verweigerung der Kommunikation.

Mobbing ist oft auch begleitet von der Angst vor Arbeitslosigkeit. Es kann für manche Mobbingopfer schwierig werden einen neuen Job zu finden, besonders wenn es sich um eine/n Spezialist/-in oder um ein/e Mitarbeiter/-in aus einer kleineren Branche handelt, wo sich Dinge schnell herum sprechen. Hier ist es für das Mobbingopfer schwierig bis unmöglich sich z. Bsp. intern an die Personalabteilung oder den Betriebsrat zu wenden.

Ein Mobbingopfer spricht: „Die Attacken gegen meine Person und meine Arbeit machten es mir immer schwieriger den Berufsalltag zu bewältigen…. dann kam noch hinzu, dass mein Vorgesetzter meinen Ruf innerhalb der Branche schädigte…“

Mobbing – Auswege und Lösungen

In Frankreich ist Mobbing gesetzlich verankert und kann vor Gericht enden, meist mit einer hohen Schadenersatzforderung durch das Mobbingopfer an das Unternehmen. In Österreich ist Mobbing noch nicht im Arbeitsrecht verankert. Mobbingopfer leiden an Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen… und der Weg zu Gericht ist oft der letzte Ausweg. Die Ausfallkosten, die ein/e gemobbte/r Mitarbeiter/in durch Krankenstände und Arbeitsunfähigkeit verursacht, können sehr hoch sein. Die Supervision bietet Werkzeuge, die das Zusammenarbeiten erleichtern bzw. wenn notwendig eine Trennung in Frieden ermöglichen.

Weiterführende Informationen:

ÖGB, EU-Studie über physische und psychische Gewalt am Arbeitsplatz

„Belästigung und Gewalt“ von BAK, IV, ÖGB, VÖWG und WKÖ

IG Metall, 45 Handlungen was Mobber tun

Zeit Online, Psychoterror als Führungsstil

Ärztekammer Wien, Mobbing Systematischer Psychoterror

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WALTRAUD KERN
Psychotherapeutin
in Ausbildung unter Supervision; Dipl. Lebens- und Sozialberaterin

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